Zurich Versicherung verrechnet sich bei der Haftpflicht

Haftpflichtversicherungsausgaben höher wie berechnet

Zurich Versicherung
Zurich erhöht die Beiträge

Wie die Financial Times Deutschland heute exklusiv berichtet hat sich der schweizer Versicherungskonzern Zurich bei der Schadenreserve im Bereich der Haftpflichtversicherung verrechnet. Insbesondere der Bereich mit Architekten, Bauingeneuren, Ärzte und Krankenhäuser als Versicherungsnehmer.

Im dritten Quartal musste der Konzern zusätzlich 70 Mio. Euro in den bereich der Deutschen Tochterfirmen pumpen. Die Aufstockung ist beträchtlicht. Insgesammt erzielte Zurich im Jahr 2010 in der Haftpflichtversicherung für Firmenkunden rund 200 Mio. Euro Beitragsprämie. Darin sind natürlich Beiträge der Berufsgruppe enthalten. Der Anteil dürfte aber eher geringer ausfallen.

Nach Berechnungen des Mutterkonzerns waren die kalkulierten Reserveanteile deutlich zu gering. Die Berufshaftpflichtversicherung ist ein wichtiger Bestandteil in der Industrie- und Gerwerbeversicherung. Das Geschäft hat ein hohes Betragsvolumen. Das Geld kann Langfristig von der Gesellschaft angelegt werden. Schäden können aber noch jahre später kommen. Z.B. Kunstfehler bei Ärzten und Kliniken oder schwere Baumängel bei Architekten. Experten vermuten das die Versicherungsbeiträge um bis zu 30% unter dem Nivau lagen was zur Deckung notwendig gewesen wäre.

Die Gesellschaft möchte nun über Makler keine Verträge mehr annehmen und hat die Beträge für Bestandskunden drastisch erhöht, in Einzelfällen um bis zu 300 Prozent.

Kunden haben im Falle einer Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht.

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